Digitalisierung am Gemeindeamt: Weiterbildung stärkt Gemeinden der Kleinregion Mostviertel Ursprung
Fachinputs und Erfahrungsaustausch zu ID-Austria und Cybersicherheit
Mit zwei praxisnahen Fachinputs setzte die Kleinregion Mostviertel Ursprung ein sichtbares Zeichen für die digitale Weiterentwicklung ihrer Gemeindeverwaltungen. Gemeinsam mit der Dorf- & Stadterneuerung wurden Gemeindemitarbeiterinnen und Gemeindemitarbeiter der acht Mitgliedsgemeinden zu aktuellen Entwicklungen in den Bereichen ID-Austria und Cybersicherheit informiert. Die fachliche Durchführung und Moderation übernahm die Firma digital.zeug aus Oberösterreich.
Den Auftakt bildete am 30. Juni 2026 in Behamberg der Workshop „ID-Austria“. Im Mittelpunkt standen die aktuellen und zukünftigen Einsatzmöglichkeiten der ID-Austria im kommunalen Umfeld. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten einen umfassenden Überblick über bestehende Anwendungen, kommende Entwicklungen sowie Digitalisierungstrends im Bereich elektronischer Identitäten und digitaler Verwaltungsservices. Anhand praxisnaher Beispiele wurde aufgezeigt, wie Gemeinden digitale Amtswege weiterentwickeln und den Bürgerservice noch effizienter gestalten können. Besonders wertvoll war dabei der Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden der Kleinregion, von denen bereits fünf als ID-Austria-Registrierungsstellen tätig sind.
Beim zweiten Workshop am 7. Juli 2026 in Ernsthofen stand das Thema „Cybersicherheit & Prävention“ im Fokus. Angesichts zunehmender Cyberangriffe, Phishing-Versuche und KI-gestützter Betrugsmaschen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fundierte Einblicke in aktuelle Bedrohungslagen sowie praxisnahe Handlungsempfehlungen für den sicheren Umgang mit digitalen Anwendungen im Gemeindealltag. Behandelt wurden unter anderem das richtige Verhalten bei Sicherheitsvorfällen, die Erkennung von KI-generierten Inhalten und manipulierten Stimmen sowie Möglichkeiten, digitale Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu setzen.
Die beiden Workshops kombinierten fachliche Inputs mit moderierten Diskussionen, praktischen Beispielen und Erfahrungsaustausch der Gemeinden. Dadurch konnten nicht nur wertvolle Kenntnisse vermittelt, sondern auch die Zusammenarbeit und Vernetzung der Gemeindemitarbeiterinnen und Gemeindemitarbeiter innerhalb der Kleinregion weiter gestärkt werden.
„Die Digitalisierung bietet unseren Gemeinden viele Chancen – gleichzeitig steigen aber auch die Anforderungen an Verwaltung und Datensicherheit. Umso wichtiger ist es, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend weiterzubilden und den Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden zu fördern“, betont Kleinregionsobmann Bürgermeister Michael Strasser.
Die Umsetzung der Weiterbildungsinitiative wurde mit finanziellen Mitteln des Landes Niederösterreich unterstützt. Damit leistet das Land einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der digitalen Kompetenzen in den Gemeinden und zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung der kommunalen Verwaltung.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der beiden Workshops setzt die Kleinregion Mostviertel Ursprung ein klares Zeichen für eine moderne Verwaltung, die den digitalen Wandel aktiv gestaltet und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet.
Bildbeschreibung:
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops „ID-Austria“ in Behamberg
© Fotocredit: Gemeinde Behamberg
Gemeindemitarbeiterinnen gemeinsam mit Kleinregionsobmann Bürgermeister Michael Strasser und Standortbürgermeister Christian Wührleitner von der Kleinregion Mostviertel Ursprung sowie Bernhard Prokop und Dieter Zeininger von digital.zeug und Sarah Kühr von der Dorf- & Stadterneuerung
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops „Cybersicherheit und Prävention“ in Ernsthofen
© Fotocredit: Gemeinde Ernsthofen
Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeiter gemeinsam mit Kleinregionsobmann Bürgermeister Michael Strasser von der Kleinregion Mostviertel Ursprung sowie Bernhard Prokop von digital.zeug
